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Evangelischer Kindergarten “Jesus und Zachäus” Bad Driburg
Familienzentrum - Integration bei erhöhtem Förderbedarf

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Snoezelen-Raum
"Mit den Sinnen spazieren gehen" 

Unser Ev. Kindergarten ‚Jesus und Zachäus' hat seit Dezember 2005 einen "Snoezelen-Raum".

Sie werden fragen: Was ist das? Wofür braucht man so etwas und warum?

Der Begriff Snoezelen (gesprochen Snuseln) kommt aus Holland und bedeutet einerseits "Entspannung" und "Wohlbefinden" sowie "Wahrnehmung" andererseits. Hier sind alle Wahrnehmungsbereiche wie Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, und Tasten gemeint. Ursprünglich wurde Snoezelen als Freizeitgestaltung für Menschen mit geistigen Behinderungen entwickelt und angeboten. Aber die Erfahrungen haben gezeigt, dass auch Kinder, Jugendliche und Erwachsene von diesen vielfältigen Möglichkeiten profitieren können. 

Kinder reagieren auf die heutigen Reizüberflutungen und der Schnelllebigkeit immer häufiger mit Symptomen wie Konzentrationsschwäche, Nervosität, Hyperaktivität oder erhöhter Aggressivität. Spiele zur Entspannung und zur Sensibilisierung der Sinne gehören darum schon lange zum Konzept unseres Kindergartens.  

Kinder haben ein natürliches Bedürfnis nach begrenzten Räumen, wir alle kennen das beliebte Spiel eine "Höhle" zu bauen. Die Höhle, ein kleiner kuscheliger Platz, der durch Tücher und Decken nach außen hin abgegrenzt ist, vermittelt das wohlige Gefühl von Geborgenheit, was wiederum Sicherheit gibt für die Hinwendung zu anderen Menschen und neuen Situationen. Diesen Höhlencharakter vermittelt ebenfalls der Snoezelen-Raum durch spezielle besondere Raumgestaltung. Gleichzeitig laden ausgewählte Angebote für die Sinne, seien es Lichtreflexe, sanfte Musik, die mit Naturgeräuschen unterlegt ist, eine Geschichte oder ein bestimmter Duft aus einer Aromalampe dazu ein, mit den Sinnen spazieren zu gehen. Die zwanglose Beschäftigung mit verschiedenen Sinnensangeboten führt wiederum zu tieferer Entspannung und Muße. Die körperliche Erfahrung auf dem Wasserbett bewirkt eine Anregung des Gleichgewichts, Vibrationen der Töne, die unter dem Wasserbett erzeugt werden, lassen Musik körperlich erleben und fühlen. 

Dementsprechend muss so ein spezieller Raum dann auch ausgestattet sein. Zur Entspannung gehören Liege- und Sitzmöglichkeiten, anpassungsfähiges Licht, entsprechende Musik, Geräusche oder Erzählungen, beruhigende Bewegungen, angenehme Gerüche, richtige Temperatur usw. Damit beim Snoezelen weder zu viele Sinneseindrücke auf die Kinder bzw. Besucher einströmen, noch Langeweile durch immer gleiche Angebote entsteht, ist eine zentrale technische Steuerung der Komponenten und kompetente Begleitung notwendig. Dabei ist wichtig, die Wirkungen der einzelnen Sinnesmaterialien zu kennen, pädagogisches Verständnis und eine gute Beobachtungsgabe zur jeweiligen Bedürfnislage der verschiedenen Altersgruppen oder Beeinträchtigungen bzw. Behinderungen der Kinder zu haben. Alle Sinnesreize sind "Nahrung für das Gehirn", denn alle Sinne sind und werden hier untereinander verbunden. Je mehr Verbindungen entstehen und gepflegt werden, desto besser ist es für späteres Lernen und Wissensspeicherung. Kinder lernen durch Fühlen, Erleben, Erfassen, durch ihre Sinne. Vielfältiges Erleben verbindet sich im kindlichen Gehirn zur Grundlage für weiteres auch späteres Lernen. 

Ein weiteres Ziel ist es, durch gezielte Entspannung zu erhöhter Aufmerksamkeit zu gelangen und um entspannende Pausen bzw. Beruhigungen bei Aggressionen und Stress einzubauen. Unsere Kinder können in der Entspanntheit sich neuen Erfahrungen öffnen, Farben, Gerüche, Musik intensiver erleben, aber auch zwischenmenschliche Nähe spüren. Sie können dabei zur "Besinnung" kommen und sich selbst gegenüber sensibler werden, neue Zusammenhänge erfahren. 

Schon beim Umbau vor ca. 5 Jahren wurde ein günstig gelegener Raum für dieses Vorhaben eingeteilt bzw. geplant. Durch unsere Weiterentwicklung zur Schwerpunkteinrichtung und Tagesstätte wurde dieses Vorhaben wieder besonders aktuell. Aber wie sollte dieses Projekt finanziert werden? Unser Förderverein sagte zwar großzügige Unterstützung zu, aber auch hier waren die Mittel begrenzt. Als jedoch bekannt wurde, dass solche Projekte von der Stiftung Wohlfahrtspflege unter Umständen finanziell unterstützt werden, stellte man sofort einen entsprechenden Antrag. Mit Genehmigung dieser Mittel und der Zuwendung unseres Fördervereins konnte der Plan jetzt umgesetzt werden.

Schlafraum

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Turnhalle

Turnhalle (Small)

Mehrzweck-raum

Mehrzweckraum (Small)

Küche

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Kinderküche

Kinderküche (Small)
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Halle

Rückzugsraum
für U-drei-Kinder

Größenänderung 10-09+U3+1
10-05+014 klein
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Wickel-Raum