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Evangelischer Kindergarten “Jesus und Zachäus” Bad Driburg
Familienzentrum - Integration bei erhöhtem Förderbedarf

Gemeinsame Erziehung von Kindern
mit und ohne Behinderung
bzw. besonderem Förderbedarf

Seit dem 01. November 2001 finden in unserem Kindergarten Integrationsmaßnahmen für von Behinderung bedrohte und behinderte Kinder statt. Seit dem 1. August 2005 ist unser Kindergarten eine Schwerpunkteinrichtung. Seit dem werden 5 behinderte oder von einer Behinderung bedrohte Kinder gemeinsam mit 15 nichtbehinderten Kindern in einer Gruppe durch eine fest angestellte Heilpädagogin in Zusammenarbeit mit dem Team des Kindergartens ganztägig (mit Mittagessen) betreut. Die Kinder werden innerhalb der Gruppe sowie in Kleingruppen oder in Einzelarbeit individuell gefördert. Eine therapeutische Förderung, z.B. Krankengymnastik, Ergotherapie oder Logopädie durch externe Fachkräfte kann in der Einrichtung erfolgen. Ein Fahrdienst ist möglich.

Neben den heilpädagogischen Kindergärten und den Einzelintegrationen ist dieses nun die dritte Form von Integration im Kreis Höxter. Behinderte Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren können in diesen unterschiedlichen Tageseinrichtungen für Kinder betreut und gefördert werden.

Für Eltern von behinderten oder entwicklungsverzögerten Kindern stellt sich bei der Suche nach einem geeigneten Platz in einem Kindergarten die Frage, welche Einrichtung für das Kind richtig ist, wo es die bestmögliche Förderung und Betreuung erhält und die Wege zur Einrichtung kurz und erträglich sind.
Die Kosten für die Betreuung eines Kindes im heilpädagogischen Kindergarten bzw. Schwerpunktkindergarten oder auch in Einzelintegration werden aus Sozialhilfemitteln durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe übernommen.

Öffnungszeiten der Tagesstätte:  Montag bis Freitag von 7.00 bis 16.00 Uhr oder 7.30 bis 16.30 Uhr

Miteinander spielen, füreinander da sein, zusammen aufwachsen

10 Jahre gemeinsame Erziehung für Kinder mit und ohne besonderen Förderbedarf

 

 Bad Driburg. Der Ev. Kindergarten ‚Jesus und Zachäus’ kann nun auf eine über zehn Jahre erfolgreiche Integrationsarbeit für Kinder mit besonderem Förderbedarf zurückblicken. Viele Familien haben in dieser Zeit die Möglichkeit genutzt, mit Ihrem Kind eine ortsnahe Einrichtung aufzusuchen, die sich fachlich, konzeptionell, und räumlich auf diese integrative Arbeit eingestellt hat. So wurden vor 10 Jahren für alle Tagesstättenkinder ein Schlafraum, eine Küche sowie ein Essraum gebaut und gleichzeitig mit finanzieller Unterstützung der Stiftung Wohlfahrtspflege ein Snoezelen-Raum eingerichtet. Seit dieser Zeit ist hier speziell für die Kinder mit besonderem Förderbedarf auch eine Sozial- und Heilpädagogin tätig, die sich ganz mit diesen (und auch anderen) Kindern befassen kann. Ergotherapeuten und Logopäden ergänzen zeitweise auf Verordnung diese integrative Arbeit in der Einrichtung.

Die ganzheitliche Erziehung und Förderung der Entwicklung des Körpers, Geistes und der Seele im eigenen Rhythmus aller Kinder wird  individuell ausgerichtet und ermöglicht. Es geht nicht (mehr nur) um Training und Vermittlung einzelner isolierter Fertigkeiten, sondern um Anregung und Unterstützung in breiter Form, Fähigkeiten sinnvoll in den Alltag einzubinden und so selbständig und sinnvoll das Leben anzugehen und zu meistern. Dieses Ziel ist für alle Kinder im Alter von 2 bis 6 Jahren gemeinsam wichtig und so lernen und profitieren sie voneinander. So finden sich im Snoezelen-Raum immer wieder Kinder ein, um Sinneswahrnehmungen zu fördern und zu genießen oder Phantasie auszuleben. (Foto)

Im gemütlich eingerichteten Schlafraum gibt es die Möglichkeit für die Tagesstättenkinder zur Ruhe zu kommen oder für alle anderen Kinder ruhige besinnliche Einheiten durchzuführen. Für diesen Schlafraum erstellten nun die angehenden Schulkinder gemeinsam im Werkraum einige Drehmobiles. Es wurde gemeinsam – Mädchen und Jungen, Kinder mit und ohne besonderen Förderbedarf – gesägt, geschmirgelt, gemalt und geklebt. Machten diese Aktivitäten an sich schon viel Freude, so stand doch als Ziel im Vordergrund, diesen selbst erarbeiteten  Schmuck den Kleinsten im Kindergarten für ihren Schlafraum zu schenken. Aus „Integration“ wird hier eine gelebte „Inklusion“ für Kinder mit und ohne besonderen Förderbedarf.

Die Angebote der Einrichtung, die seit 2008 ein zertifiziertes Familienzentrum ist, werden von allen Eltern und Kindern gemeinsam genutzt: Gesprächskreise, spezielle Beratungen, Elterncafe, Schlusskreise, das „Haus der kleinen Forscher“, "Zahlenland", Vorträge und vieles mehr sind für alle geöffnet. Flötenkurs, Expeditionen in Wald und Flur, Felix fit, Turn- und Spielgruppen und Exkursionen in Arztpraxen, Firmen, zur Feuerwehr und Polizei locken die Kinder zu gemeinsamen Aktionen und Erfahrungen. Für weitere Projekte und Aktionen sind die Ideen und Phantasien von Vielen eine große Fundgrube, die weitere Möglichkeiten bietet, um „all inclusive“ die Kindergartenzeit zu durchlaufen.

Für das kommende Jahr kann das Familienzentrum noch einige Kindergartenplätze in der integrativen Gruppe anbieten. Für weitere Informationen steht die Leitung der Einrichtung
(Tel.: 05253/2644) oder unsere Homepage (www.ev-kita-baddriburg.de) zur Verfügung.